Ein Plädoyer für Kosmopolitismus

Kurz – was ist Kosmopolitismus?
Als Kosmopolitismus wird zum einen das Individuum mit seiner politischen Einstellung als Kosmopolit bezeichnet und zum Anderen die generalisierte Form einer Weltgemeinschaft, in der die überzeugten und partizipierenden Bürger als Kosmopoliten bezeichnet werden. Dabei ist für einen Kosmopoliten die Individualität höherwertiger als die Zugehörigkeit oder die Selbstdefinition über eine Gruppe von Menschen. Kollektive Identitäten wie Staat/Nation, Abstammung, Geschlecht, Religion oder Kultur haben keinen prägenden Charakter für die Persönlichkeit des Menschen. Er definiert sich als eins mit der Menschheit und der Welt, ist so gesehen Universell. Die deutsche Übersetzung des Begriffs ist „Weltenbürger“oder aber „Weltbürgertum“, sofern es sich als Ganzes, als Gesellschaft betrachtet.
Aus philosophisch-politischer beziehungsweise weltanschaulich-ideologischer Sichtweise ist der Hauptausgangspunkt also die Weltgemeinschaft, die Aufhebung der Staaten und die Abschaffung künstlich geschaffener Grenzen.

Der Vorteil vom Kosmopolitischen Gesellschaftsmodell verbirgt sich dahinter, dass sich alle Menschen dem Staat – „Weltstaat“ verpflichtet fühlen und nicht mehr dem der heutigen Staaten. Das Problem heute liegt darin, dass Staaten auf den eigenen ökonomischen Vorteil gegenüber anderen also Partnerstaaten bedacht sind. Dieser Wettbewerb führt aber zur Ausgrenzung und Herabwürdigung des anderen Staates zum Vorteil des eigenen und somit auch auf die darin lebenden Menschen. Es herrscht das Prinzip der gegenseitigen Ausspielung – sowohl auf kultureller Ebene als auch auf wirtschaftlicher Basis. Genau das Gegenteil wird zum Vorteil der Weltgemeinschaft.
Heute ist Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit, Klimaveränderung normal und systemisch bedingt, sodass die schon von der Substanz her krankende Wirtschaft und die damit einhergehenden genannten Probleme nicht mit mehr Wettbewerb und durch gegenseitiges Ausspielen jeweils im Sinne des eigenen Landes behoben werden können, sondern nur zusammen gelöst werden können – sprich von der Weltgemeinschaft ohne einzelstaatlich ökonomische Interessen.
Ein Beispiel bietet hierfür der Weltklimagipfel, bei dem es vorrangig um nationale ökonomische Interessen geht und danach was ein Land an CO2 Einsparungen verkraften kann, dabei aber das Gesamtziel in sich schon verkannt wird und nicht mehr erfüllt werden kann. Jedes Land möchte wenn, dann nur einen kleinen Teil dazu beitragen und fühlt sich im Gegenzug sofort ungerecht behandelt wenn das subjektive Empfinden einer zu hohen ökonomischen Belastung eintritt. Genau dieses kleinkarierte – „nicht über den Tellerrand hinausschauende“ einzelstaatliche Denken wird niemals dazu bzw. wirksame Maßnahmen ergriffen werden können. Gäbe es nun hier die Weltgemeinschaft, so würde dieses subjektive Ungerechtigkeitsempfinden der Konkurrenzstaaten, welche einen scheinbar viel geringeren Kraftakt aufzubringen haben oder ein anderes Schuldpotential am Problem haben (geringerer CO2 Ausstoß) überhaupt nicht zur Debatte stehen, da es nur eine Gemeinschaft gibt. Dies hat das Problem dann zu diskutieren und kann es viel leichter umsetzen da es keine staatlichen Streitigkeiten mehr gibt.

Ein weiteres Beispiel bietet der weltweit unterschiedliche Sozialstandart. Der Vorteil der sozialen Absicherungssysteme im größten Teil der Industrienationen ist gleichzeitig der Nachteil, wenn es um den wirtschaftlichen Wettbewerb geht, denn dabei sind diese Lohnnebenkosten für Unternehmen äußerst hinderlich um Kostengünstig zu produzieren, weswegen in ihrer Folge Arbeitsplätze in Entwicklungsländer verlegt werden. Diese wiederum haben diese Sicherungssysteme nicht nur einfach auch verdient sondern benötigen sie dringend. Dass es aber zu ihrer Einführung kommt ist eher unwahrscheinlich, da der Westen im Gegenzug auf billige Ware aus dem Ausland angewiesen ist, dass die Einheimische Wirtschaft überhaupt noch funktioniert. Somit werden die Entwicklungsländer auch weiterhin unter Druck gesetzt, gegen den sie sich im übrigen aufgrund fehlender Liquidität nicht widersetzen können. Letztlich führt dies zu einem bestehen bleiben dieses Kräfteverhältnisses für die Industrienationen, was aber wiederum nicht dessen dauerhafter Vorteil ist, denn der Fakt des Hindernisses von zu hohen Sozialabgaben bleibt bestehen, woran die westliche Zivilisation nach dem Aufholen der Entwicklungsländer im Globalisierungsprozess scheitern wird, da auch hier der Wettbewerb nicht der Problemlösung sondern der Problemschaffung dient.
Kosmopolitismus bietet hierfür hervorragende Lösungsansätze, welche die positiven Seiten von nationalen Reformen und dem Globalisierungsprozess vereinbaren.
Nationale Reformen jedoch im übertragenen Sinne, dass die Weltgemeinschaft Probleme in ihrem Kontext erkennt und entsprechende Standards wie beispielsweise soziale Sicherungssysteme Weltweit verpflichtend einführt, somit gibt es auch weiterhin den Globalisierungsprozess, bei dem der Handel weltweit funktioniert, es für Unternehmen aber keine anderen Produktionskonditionen gibt als diejenigen, die Weltweit ihre Gültigkeit haben. Somit ist es auch kein Problem Unliebsame und Kostenintensive Abgaben für Unternehmen einzuführen ohne dass es für diese eine Alternative gibt. Außerdem müssen derartige Reformen nicht wie man vermuten könnte den Ruin für Unternehmen bedeuten, da diese von Förderungen anders profitieren können als es heute der Fall ist. Weiterhin lassen sich Erfindungen, energiesparende Technologien, Bildungskonzepte usw. immer auch nach diesem Prinzip umsetzen, sodass die dann Weltweit einen Klassik Status erreichen und mehr Vorteile mit sich bringen, da es keine Neider außerhalb des Systems gibt (Vgl. Rivalität kalter Krieg, der Menschen, zwischen Unternehmen).
Für eine positive Zukunft der Menschen ist es enom wichtig, sich von alten staatlichen Strukturen abzuwenden und Situationen neu zu überdenken. Einer der Grundgedanken dabei muss jedoch sein, Probleme gemeinsamschaftlich zu lösen, denn nur so kann das Rivalitätsdenken aufgebrochen werden. So lehrt es uns schließlich auch die Geschichte.
Andererseits bietet die derzeitige wirtschaftliche Lage kaum einen Spielraum einfach so weiterzumachen wie bisher, denn die wirtschaftlichen Krisen erscheinen in einem immer kürzeren Zeitraum und die Rezessionen der Krisen gelten mittlerweile als kaum noch in den Griff zu bekommen (sofern sie das jemals waren). Jüngstes Beispiel aber auch seit vielen Jahren schon, bieten die Staatsverschuldungen sowohl in den EU Staaten als auch in Amerika. Der derzeitige finanzielle Stand der Länder auf Einnahmen und Ausgaben Seite gilt als Absurd und jede Firma, jeder private Haushalt müsste bei dem Verschuldungsstand Insolvenz anmelden.
Um diesen Zustand scheibar in den Griff zu bekommen fordern jedoch einige wieder ein zurück zum nationalstaatlichen Agieren. Ein Bruch mit dem Prinzip Globalisierung würde bedeuten, dass kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten wieder Tür und Tor geöffnet werden würden, da die Verwebungen und Beziehungen zwischen den Staaten wieder stark rückläufig wären, die dieses glücklicherweise eingedämmt haben, da Strukturen komplexer geworden sind und derartige Handlungen zu extremen Folgen führen würden, sodass heute eher die Taktik oder Diplomatie entscheidet als das sogenannte Kriegsbeil. Diplomatie entscheidet heute aber nach wie vor nicht, wenn es um Auseinandersetzungen zwischen Staaten geht, die nicht zum Kreis der Wirtschaftsunion gehören. Dort ist sehr schnell ersichtlich, dass Kriege nach wie vor als scheinbare Lösung von Problemen akzeptiert werden (Beispiel Irak – Krieg).
Im gleichen Atemzug würden auch wieder Probleme historischer Kleinstaaterei auftreten, da fortschrittliche Vereinheitlichungen, welche den Handel und das Miteinander vereinfachen sollen wieder wegfallen würden und sich dieses wieder enorm erschweren würde, wodurch auch wiederum unnötige Konflikte entstehen können (Beispiel Deutschland vor den 3 Einigungskriegen Bismarcks). Weitere Probleme, wie die eingangs genannte Verschärfung von elitärem Denken und Handeln der Nationalstaaten sowie die Verteuerung von vielen Produkten des täglichen Lebens wären außerdem die Folge.
Eine wirklich akzeptable Lösung bietet daher also nur das Modell der Globalisierung, wobei diese aber, wie auch eingangs genannt, humanistischer gestaltet werden muss, als es jetzt der Fall ist. Momentan trägt der Prozess eher zu einer Verschärfung von Arm und Reich und zu einem breiten Abfall von Lebensbedingungen in allen Ländern im Gesamtschnitt bei, da nur wenige am Prozess gewinnen können. Dennoch ist die Richtung, der Grundsatz des Miteinander aller Menschen der Welt ein richtiges Ziel und insofern löblich. Knackpunkt der sozialen und Wirtschaftlichen Missstände ist der zum Selbstläufer gewordene und vom Menschen kaum beeinflussbare freie Markt/Kapitalismus. Er bietet in seiner Grundlogik keinen Spielraum für Humanismus. Das muss von der Gesellschaft und von der Politik endlich verstanden werden. Solange weiterhin versucht wird mit super günstigen Konditionen Firmen anzulocken und diese nicht zu besteuern, dass sie dem Land nicht den Rücken zuwenden kann sich nichts ändern. Solange keine einheitlich weltweiten Verpflichtungen für jedes Unternehmen überall bestehen, kann sich nichts ändern. Erst wenn diese Lücke gestopft ist und es keine Fluchtmöglichkeiten und Steueroasen mehr gibt wird es möglich sein genügend Finanzmittel zu besitzen um soziale Leistungen im notwendigen Maße durchzusetzen und keine „Löcherstopferei“ wie heute zu betreiben. Das kann aber alles nur gelingen, wenn es keine Einzelstaaten mit eigener Lobby mehr gibt – sonst ist es eine zähe, womöglich über Jahrhunderte fortschreitende Verhandlungstaktik, an deren Ende dann doch bloß wieder Belanglosigkeiten und Fraßen das Verhandlungsblatt zieren.

Mögliche Kritik des Kosmopolitismus

Wie bei allen Gesellschaftsformen bietet auch Kosmopolitismus einen Ansatz zur Kritik und hat so gesehen auch seine Schwächen.
Nennenswerte Probleme wären zum einen die Monopolstellung des Weltstaates und zum anderen die Vereinbarkeit der unterschiedlichen Gesellschaftsauffassungen zwischen den Kulturen sein. Konfliktstoffe können hierbei religiöse, patriarchale und nach unserer Auffassung undemokratische Ansichten/Lebensauffassungen sein und Probleme entstehen lassen, die nach Nationalstaatlichem Prinzip weniger ins Gewicht fallen würden.
Ein meiner Meinung nach letzter Kritikpunkt des Kosmopolitismus kann die systemisch bedingte Anfälligkeit gegenüber autoritären Strukturen sein. Ein autoritäres Regime ist aber nur dann möglich, wenn sich die Menschen Weltweit manipulieren lassen (ähnlich der Manipulation des 3. Reich im Kleinen ). Dem kann aber durch mediale Vernetzungen unter den Menschen vorgebeugt werden, sofern es nicht zur Abschaltung derer kommt. Auch ist die Gesamtanzahl der Weltbevölkerung und der damit möglichen höheren Oppositionskraft zu groß um alle gleichzuschalten.
Dennoch ist dieses Szenario wie auch die anderen Kritikpunkte nicht ganz auszuschließen. Fest steht jedoch auch, das derartige Umstände auch unter den jetzigen Bedingungen eintreten können und bereits in der Vergangenheit leider schon eingetreten sind, sie somit generell nie ausgeschlossen werden können. In diesem Sinne bietet das Modell Kosmopolitismus wohl weit mehr positive als negative Aspekte für die Menschheit, sofern diese immer Wachsam gegenüber ihrer Manipulation bleibt. Aus diesem Grund ist zu hoffen, das sich die Zukunft positiv gestaltet und das Modell Kosmopolitismus nicht bloß ein Modell bleibt sondern möglichst bald zur praktischen Anwendung kommt um das soziale und geistige Potential aller Menschen im positiven Miteinander und nicht Gegeneinander im Sinne aller zu nutzen.

bei diesem Artikel handelt es sich um einen aufgearbeieten Auszug aus einer Facharbeit des Themas Kosmopolitismus als Gesellschaftsmodell und Zukunftsperspektive in Zeiten der Globalisierung

5. März – Chemnitzer Nazimarsch sab…tieren

Auch in diesem Jahr wird Chemnitz am 05. März wieder zu tun haben, nicht von den Tränen der trauernden anlässlich der Bombardierung Chemnitz im März 1945 hinuntergespült zu werden.
Diese ständige Instrumentalisierung und die damit verbundene alljährliche Heulerei um Familie, Staat und Vaterland vor allem vor dem Hintergrund des von Deutschland ausgegangenen Krieges ist zum einen nicht nur eine perverse Verdrehung von Tatsachen bezüglich der Schuldfrage sondern steht sie zum anderen auch in keinem Zusammenhang des von Deutschland ausgegangenen Leids.
Die Berufung auf die unmenschliche Vorgehensweise der Alliierten (Bombardierung deutscher Städte) gegenüber der „wehrlosen Bevölkerung“ ist insofern heuchlerisch, als dass sich diese Gruppierungen sonst keineswegs um menschliche Würde bemühen.
Aus diesem Grund ist es notwendig dem Treiben von Geschichtsrevisionist/innen Einhalt zu gebieten und der Verbreitung falscher Tatsachen massiv entgegenzutreten und sich für die Stärkung einer Gegenöffentlichkeit einzusetzen!
Deshalb kommt alle am 05. März nach Chemnitz und zeigt auf vielfältige Art und Weise, dass dieses Gedankengut auf die Dauer keine Change hat.

Werk.Stadt.Laden in Dresden Löbtau sucht eure Hilfe!

Geherzt, Gesendet, Bestätigt
Auf ein Herz drücken, einen Code eingeben und das Ganze per Mail bestätigen. Nicht ein Mal eine Minute dauert das. Kann man damit etwas Gutes bewirken? Soll das wirklich so einfach sein? Muss es nicht immer kompliziert sein, wie sich so manche Musiker gedankenschwer fragen? Doch, es kann so einfach sein! Einfach abstimmen und dafür sorgen, dass ein paar nette Jungs und Mädels in Dresden nicht frieren müssen. Aber wie?
Bei der Berliner Sparkasse hat man sich anscheinend Gedanken gemacht, was man denn zum Fest der Liebe bewirken könnte. Irgendwer hatte dann die gar nicht so schlechte Idee, im Internet eine Webseite einzurichten, auf der jede Person seinen eigenen Wunsch einstellen kann. Am Ende lässt man die Webgemeinde abstimmen und die fünf Einsendungen mit den meisten Stimmen bekommen einen mehr oder weniger großen Geldbetrag, um sich den eigenen Traum zu erfüllen.
Im Grunde geht es auch bei der „Wunsch“-Aktion um positive Berichterstattung, Imagepflege und Markenstärkung. Die Sparkasse ist sicher daran gelegen, die eigenen Produkte vorzustellen und den einen oder anderen Kunden zu gewinnen, der eben nicht auf einen der vorderen Plätze landen konnte. Das kann man gut finden oder nicht, aber die Veranstalter beweisen hier Mut. Mut dazu auf die Weisheit der Masse zu vertrauen und nicht schon vorab die geförderten Projekte auszuwählen. So kommt es auch, dass im Augenblick der „Kältebus“, eine gemeinnützige Institution in Berlin, zum Schutz von Obdachlosen in der Winterzeit, mit Abstand auf dem ersten Platz liegt.
Was hat das Ganze nun mit den Leuten aus Dresden zutun? Die haben auch Probleme mit dem Winter, zwar nicht so schlimm wie die Leute die den Kältebus nötig haben, aber für ihre Arbeit brauchen sie einen Ofen und Heizmittel, damit es in den Räumen des Vereins im Winter nicht kalt wird. In Dresden Löbtau heizt man zum großen Teil noch mit Kohleöfen, so auch in den Vereinsräumen, die für Vorträge, Veranstaltungen und Konzerte genutzt werden. Größtes Problem sind die Anforderungen, die ein Heizelement erfüllen muss, denn es muss eine Mindestheizleistung erreicht werden, damit giftige Dämpfe im Schornstein abziehen können. Bei zu geringer Leistung stellt sich nicht der nötige „Kamineffekt“ ein, der dafür sorgt, dass die Abgase abgesaugt werden. Entsprechend große und leistungsstarke Öfen kosten mehrere Tausend Euro und sind für einen Verein, der sich durch Eigenmittel gerade so über Wasser hält, unmöglich finanzierbar.
Deshalb seid Ihr gefragt! Wenn ihr mithelfen wollt, die Stadtteilarbeit in Löbtau auch im Winter zu ermöglichen, dann stimmt unbedingt für den Werk.Stadt.Laden ab. Es sind nur noch 100 Stimmen nötig, dann ist schon einer der Top 5 Plätze erreicht. Also: Jede Stimme zählt!

Ps.: Die Leute vom Werk.Stadt.Laden finden die Aktion mit Kältebus super und deshalb strebt man den ersten Platz gar nicht an, zumal der auch mit mehreren Tausend Stimmen uneinholbar in Führung liegt.

Text: Mitarbeiter des Werk.Stadt.Laden

Schaut also vorbei unter:

https://wunsch.berliner-sparkasse.de/wunsch/362

-> und nicht vergessen die Bestätigungsmail auch abzurufen und anzuklicken.

Mehr Infos zum Projekt unter:

Gallerie:
https://www.wuala.com/Werk.Stadt.Laden/Bildarchiv/?key=WIbqcYClusn0

Vereinshompage:
http://werkstadtladen.weissgrau.de/einblick/

KenFm Sendung abgeschaltet

Eine der wenigen Sendungen mit kulturell anspruchsvollen und politisch brisantem Inhalt wurde vermutlich durch den rbb abgeschaltet.
Zu den Hintergründen ist bisher noch nichts bekannt außer dass es wohl in einem Zusammenhang mit einem Mailkontakt zu Henryk M. Broder und dem Vorwurf des Antisemitismus stehen könnte. Das ist aber bisher rein spekulativ.
Das Absetzen von kenFm kann man unabhängig dessen als Einschnitt in die Meinungsfreiheit sehen.
Ziel von Ken Jebsen war es bisher immer eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen um andere Perspektiven auf das jeweils aktuelle politische Geschehen zu ermöglichen.
Zusätzlich besteht aber auch die Möglichkeit, das dies nur ein weiterer Indiz für die Anpassung an die Quote und den Abbau anspruchsvollerer Sendungen im Öffentlich Rechtlichen ist, dessen Aufgabe es ist ein gewisses kulturelles Spektrum unabhängig von Werbung und Quote zu ermöglichen.

Politisch unabhängige Berichterstattung brisanter Themen ist im privaten durch den Einfluss der Wirtschaft noch nie möglich gewesen, im Öffentlich Rechtlichen dadurch bis auf weiteres jedoch auch nicht mehr. Dieser Schritt ist äußerst bedauerlich!

Bleibt vorerst nur zu Sagen, vielen Dank an Ken Jebsen und sein Team für die guten Sendungen, auch wenn der Vorwurf antisemitischer Tendenzen bedauerlicher Weise nicht ganz auszuräumen ist, ein Absetzen der Sendung ist jedoch nicht akzeptabel.

Nachtrag Link Stellungnahme KEN JEBSEN:

http://www.youtube.com/watch?v=QZ1T9KmNt6M&list=HL1320616399&feature=mh_lolz

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